Eigentlich wollten wir mit den Jungs in ein Kindertheater in Darmstadt. “Das Sams” soll dort laufen und es sah vielversprechend aus. Wie zu erwarten stapelten sich die Apfel-Tee Familien, Die “Jack Wolfskin” Männer mit ihren selbstgefilzten Damen.
Salzstangen und Apfelschnitzen in Tigerentenplastikdosen.
Eigentlich war ich ganz froh, dass es ausverkauft war. Die Jungs ein bissel die Schnute gezogen, aber ein wenig Fußball auf dem Parkplatz half darüber hinweg. Die “Jack Wolfskin” Männer beobachteten derweil scharf ihre schwarzen Audis.
Na gut, fahren wir in das nahe gelegene Eisenbahnmuseum. Die Navi bot das auch direkt an und raus kamen wir in Ost-Berlin. Also optisch. Das Bahnmuseum, ein Schrottplatz und drumherum scheinbar recycelte Plattenbauten.
Lila Plastikjackenfrauen mit Nordic-Walking Stöcken, Kettenraucher mit hässlichen Hunden. Schlaglöcher und Tristesse so weit man sah. In der Ferne ein paar Möbelmärkte in gelb und rot, dazwischen Schrottplätze und Brombeersträucher.
Ich mag solche Landschaften ja gerne, es hat sowas von “Fallout” und “postapokalyptischem Design” aber ich hätte das nicht in Darmstadt erwartet. Nicht das Darmstadt, das ich kenne, das sich immer nur auf ihr Jugendstilgeraffel beruft. Das Paralleldarmstadt hinter der Zeitleiste. (weiterlesen…)


