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Alltag

Rätselfreunde

Frühstück nach Stau

Wenn man nachts hungrig auf der A6 im Stau steht. Motor aus dafür knurrender Magen. Dann ist es total toll, wenn man morgens von seiner Liebsten mit “Frühstück” geweckt wird. Rührei mit Schinken und Baked Beans.
Da geht der Tag gut los.

Mr. Tuttle meldet sein Auto um

Zuletzt wollte ich mein Auto wegen des Umzugs ummelden. Nach 14 tägiger Vorbereitung hatte ich alles beisammen. Fast alles. Ich hatte meinen bereits umgetragenen Personalausweis, den Fahrzeugbrief, den TÜV Bericht und das Auto inkl. Nummerschilder. Den Fahrzeugschein hatte ich wie schon so oft verloren. Egal.
Ich wollte neue Nummernschilder und einen Parkausweis. (Genau geommen will ich gar keine Nummernschilder, den ein Nummernschild für die ganze Republik würde viel Lauferei sparen (unnütze Arbeitsplätze dazu)).
Zuversichtlich ging ich (wie naiv) zur Behörde.
Eine eidesstattliche Erklärung musste ich gleich unterzeichnen; wegen dem Verlust. 30,40 Euro für ein Wisch aus dem Kopierer. Verbrecher.
Dame vom Amt “Ach Herr rollinger, sie brauchen auch einen neuen Fahrzeugbrief”
Ich” Wieso das denn, ich bekam doch erst einen neuen Brief?”.
DvA ” Ja aber sie sind schon zweimal umgezogen, dann sind die neuen Briefe voll”
Ich” Aha, kann ich wieder einen alten Brief haben, mit zehn Wohnungswechsel?”
Die Maschinerie lief an. Unterschrift, Zettel, Dokument, usw .

Plötzlich! Ich sah schon vor meinem geistigen Auge die GSG 9 sich vom Dach abseilen.
DvA ” Ich kann ihr Auto nicht anmelden!”
ich “wieso nicht, ist doch alles da sogar die Versicherungsummeldnumergrünekartegibtsjanimmeraberjetztscheinbarwiederdoch”
DvA “Sie haben ein Bindestrich zu viel!”
ALARM! ALARM! Er hat Morbus Hyperbindestrichochie!
Also ich heiße rollinger claus. Bei der KFZ Versicherung führt man mich seit über 20 Jahren mit rollinger-claus.  UND SOWAS GEHT GAR NICHT!
Auch wenn ich in den letzten zwanzig Jahren damit sechs mal umzog, kann man das jetzt nicht mehr durchgehen lassen.
Neue Nummer anfordern. Versicherung anrufen, ständig besetzt aber dort rief man zurück und der Service war super. Der arme Mann der Versicherung bekam Bauchschmerzen vor lachen und ich hörte zwei Tastaturklicks” und ich bekam die neue Nummer. Eine Sekunde dauerte das.
Zwischen all diesen Vorgängen immer wieder zur Kasse laufen. Zettel ziehen, anstellen  und bezahlen.
Ich dachte ununterbrochen “Tuttles, Buttles, Tuttles..” Dann noch Plakette reindrücken  lassen und gestern fiel mir im “Nadine-modus” auf “Häää diese Umweltzonenplakettenscheiß..da steht ja immer noch das alte KFZ Zeichen”. Aber das habe ich nicht wirklich gesehen, ich weiß von nichts.

PS: Beim letzten Wohnungswechsel ein Theater weil im Perso nicht nurdie Stadt, sondern auch der Stadtteil unter Geburtsort stand. Im Reisepass aber nicht. Sollte ich ein Geburstdings nachreichen, dass ich überhaupt leben darf. Sagte ich “jaja mach ich”. Diesmal? Lies ich den Reisepass gar nicht umschreiben.

Mein Moment

Abends nach der Arbeit  durch die “neue”  Stadt rennen und dabei 1000 kleine Dinge beobachten. Die Leute die im Biergarten beim “Saposa” sitzen, vorbei am alten stillgelegten Stellwerk indem soviel tolle Ideen schlummern. Der junge Angler, der drei Angeln im Hafenbecken stehen hat, auf dem Campingstuhl in der Abendsonne, direkt bei dieser alten Drehbrücke. Dann über die Parkinsel, die Teenager Hockeymannschaft ist beim Trainieren und ich erinnere mich an die Zeit als ich dort in der Abwehr stand. Manchmal Torwart. Die schwere Bambusrüstung, der Geruch nach vollgeschwitztem Leder. Das “Peng” bei der kurzen Ecke. Regen und schwerer Boden ab der 30. Minute war mein Ding. Da wurde ich immer erst warm. Fritz Walther Wetter quasi. Hartplatz war damals Standard. In der allseits beliebten Hallensaison war ich furchtbar.
Die Sonne geht bald unter, ein paar Leute aus diesem Hochhaus mit schlechtem Ruf sind am Kiesstrand und planschen mit ihren Kinder am Rheinstrand. Die haben Spaß. Südlich der BASF geht das ganz gut. Ich habe es viele Jahre selbst erlebt. Meine Kindheit ist geprägt von diesem Fluß und somit auch mein Leben. Die Schiffe tuckern, geworfene Ankerketten und das dröhnende “DONG” wenn die Greiferschaufel im Leichter an die Bordwand donnert und der Schiffsführer einen Tobsuchtsanfall bekommt. Erinnerungen an die Lehre, die Tage auf demRhein umgeben von Millionen bunter Kabel und guten Leuten. Von der Abkühlung zur Mittagspause im Rhein und sprun vom Deck einer kleinen Segeljacht ins Wasser. Taube Finger im Winter, beim Versuch das Werkzeug aus der festgefrorenen Werkzeugkiste zu bekommen. Irgendwo im Nirgendwo zwischen den halb zugfrorenen Altrheinarmen auf riesige Tiefgreifer und Schubverbänden. Dicke Schwimmweste mit Brausetablette*.
Nach sechs  Wochen Laufpause durch den Umzug schmerzen die Beine ein wenig, aber die Kondition ist ok. War ja auch körperlich keine Erholung der Umzug.
Was steht da unter den Bäumen? Riesige Zelte mitten unter den uraltenPlatanen am Rheinufer? Das Filmfestival von dem ich im letzten Jahr hörte. Das werde ich mir diesmal wohl irgendwie anschauen.
Rückweg an diesen vielen Würfelhäuser, die ein südländisches Flair verbreiten mit großen Fenster und Holzveranden. Neue Platanen und blühende Büsche.  Das wird mal eine noble Gegend. Zu nobel, wie ich denke.
Vorbei am Polizeirevier und Richtung meiner neuen Bleibe, die mit ihren über hundert Jahren als Kulturdenkmal überlebte und jetzt sicher viele Jahre mein Heim bleiben wird. Die Stadt geht in allen Ecken in die Startlöcher, ich hoffe das es was wird. Ich werde meinen Teil dazu beitragen. Ludwigshafen, ich geb Dir eine zweite Chance!
Aber jetzt zählt der Moment, was morgen ist, ist erst morgen wirklich wichtig. Für mich und meine Familie muss es passen und das tut es gerade sehr. Ich für meinen Teil merke wie ein paarKilometer abhecheln und die Vollgasfahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit einem einfach wieder die Energie und den Spaß in die Knochen treibt. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen..alles vorbei. Und wenn es nur für den Moment ist.

Schnell,Freizeit!

laufen

laufen

Wenn man im Alltag was erleben will, da ist man oft getrieben. Steht man morgens auf, liegt schon mal die Arbeit einem quer im Weg. Die beste Zeit des Tages ist mit “zur Arbeit gehen” verstellt. Täglich in der Fabrik abhängen um die Drinks auch zahlen zu können, die man gerne hätte.
Dann schnell Feierabend. Laufschuhe an, eine Stunde durch den Regen und die Kälte rennen.
Musik hören

Musik hören


Duschen, schnell etwas essen und dann wieder los um ein gutes Konzert zu sehen und langsam Fuß fassen beim ersten Bier. Danach mitten in Mannheim Deidesheimer Riesling finden, einen “türkischen Nomadeneintopf” zu zweit und zufrieden und glücklich sein. Das gelingt mir immer öfter. Ich weiss auch warum, aber das muss jeder für sich selbst findenAber das man sein Leben um die Arbeit herumgestaltet, kann nicht wirklich die Lösung sein.