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Alltag

Mein Moment

Abends nach der Arbeit  durch die “neue”  Stadt rennen und dabei 1000 kleine Dinge beobachten. Die Leute die im Biergarten beim “Saposa” sitzen, vorbei am alten stillgelegten Stellwerk indem soviel tolle Ideen schlummern. Der junge Angler, der drei Angeln im Hafenbecken stehen hat, auf dem Campingstuhl in der Abendsonne, direkt bei dieser alten Drehbrücke. Dann über die Parkinsel, die Teenager Hockeymannschaft ist beim Trainieren und ich erinnere mich an die Zeit als ich dort in der Abwehr stand. Manchmal Torwart. Die schwere Bambusrüstung, der Geruch nach vollgeschwitztem Leder. Das “Peng” bei der kurzen Ecke. Regen und schwerer Boden ab der 30. Minute war mein Ding. Da wurde ich immer erst warm. Fritz Walther Wetter quasi. Hartplatz war damals Standard. In der allseits beliebten Hallensaison war ich furchtbar.
Die Sonne geht bald unter, ein paar Leute aus diesem Hochhaus mit schlechtem Ruf sind am Kiesstrand und planschen mit ihren Kinder am Rheinstrand. Die haben Spaß. Südlich der BASF geht das ganz gut. Ich habe es viele Jahre selbst erlebt. Meine Kindheit ist geprägt von diesem Fluß und somit auch mein Leben. Die Schiffe tuckern, geworfene Ankerketten und das dröhnende “DONG” wenn die Greiferschaufel im Leichter an die Bordwand donnert und der Schiffsführer einen Tobsuchtsanfall bekommt. Erinnerungen an die Lehre, die Tage auf demRhein umgeben von Millionen bunter Kabel und guten Leuten. Von der Abkühlung zur Mittagspause im Rhein und sprun vom Deck einer kleinen Segeljacht ins Wasser. Taube Finger im Winter, beim Versuch das Werkzeug aus der festgefrorenen Werkzeugkiste zu bekommen. Irgendwo im Nirgendwo zwischen den halb zugfrorenen Altrheinarmen auf riesige Tiefgreifer und Schubverbänden. Dicke Schwimmweste mit Brausetablette*.
Nach sechs  Wochen Laufpause durch den Umzug schmerzen die Beine ein wenig, aber die Kondition ist ok. War ja auch körperlich keine Erholung der Umzug.
Was steht da unter den Bäumen? Riesige Zelte mitten unter den uraltenPlatanen am Rheinufer? Das Filmfestival von dem ich im letzten Jahr hörte. Das werde ich mir diesmal wohl irgendwie anschauen.
Rückweg an diesen vielen Würfelhäuser, die ein südländisches Flair verbreiten mit großen Fenster und Holzveranden. Neue Platanen und blühende Büsche.  Das wird mal eine noble Gegend. Zu nobel, wie ich denke.
Vorbei am Polizeirevier und Richtung meiner neuen Bleibe, die mit ihren über hundert Jahren als Kulturdenkmal überlebte und jetzt sicher viele Jahre mein Heim bleiben wird. Die Stadt geht in allen Ecken in die Startlöcher, ich hoffe das es was wird. Ich werde meinen Teil dazu beitragen. Ludwigshafen, ich geb Dir eine zweite Chance!
Aber jetzt zählt der Moment, was morgen ist, ist erst morgen wirklich wichtig. Für mich und meine Familie muss es passen und das tut es gerade sehr. Ich für meinen Teil merke wie ein paarKilometer abhecheln und die Vollgasfahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit einem einfach wieder die Energie und den Spaß in die Knochen treibt. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen..alles vorbei. Und wenn es nur für den Moment ist.

Schnell,Freizeit!

laufen

laufen

Wenn man im Alltag was erleben will, da ist man oft getrieben. Steht man morgens auf, liegt schon mal die Arbeit einem quer im Weg. Die beste Zeit des Tages ist mit “zur Arbeit gehen” verstellt. Täglich in der Fabrik abhängen um die Drinks auch zahlen zu können, die man gerne hätte.
Dann schnell Feierabend. Laufschuhe an, eine Stunde durch den Regen und die Kälte rennen.
Musik hören

Musik hören


Duschen, schnell etwas essen und dann wieder los um ein gutes Konzert zu sehen und langsam Fuß fassen beim ersten Bier. Danach mitten in Mannheim Deidesheimer Riesling finden, einen “türkischen Nomadeneintopf” zu zweit und zufrieden und glücklich sein. Das gelingt mir immer öfter. Ich weiss auch warum, aber das muss jeder für sich selbst findenAber das man sein Leben um die Arbeit herumgestaltet, kann nicht wirklich die Lösung sein.

Anti-Atom Mahnwache in Mannheim

Muss sein!

Muss sein!

Klamottenroulette

Japan

Japan


Morgens ist es im Schlafzimmer dunkel und auch kalt, da wir bei jeder Witterung immer mit offenem Fenster schlafen. Da hat man es morgens beim Anziehen eilig. In den vollgestopften Kleiderschrank wird reingegriffen in Richtung Hemd und dann das genommen, welches ich nicht so sehr bügeln muss. Bei den T-Shirts ist es einfacher. Die sind in einem anderen Schrank. Beim Öffnen des Schranks fällt mir oft gleich ein Leibchen entgegen.
Aber gestern war das dann schon seltsam. Schwarzes Hemd und das rote Japan T-Shirt, welches ich sehr selten anhabe, weil es mir doch zu juvenil ist. Aber schon seltsam irgendwie.

Die Sache mit dem Karneval

Als Kind mochte ich das mit dem Karneval. Durch die Stadt ziehen, auf den Straßen toben, Süßigkeiten und komische Sachen anziehen. Als Teenager verliert sich das irgendwann und man findet es uncool. Man sieht diese Kappenabenden im TV, wo sich Politiker und unlustige Leute bei flachen Witzen auf die Schenkel klopfen. Das rumziehen fehlt einem schon, aber das macht man ja dann abends in den Clubs und Kneipen. Aber die Erinnerung bleibt und manchmal hat man dann doch irgendwo mal ein paar Runden sich amüsiert. Meißt zufällig und ungewollt.

Dreh den Swag ab

Dreh den Swag ab

Plötzlich hat man Kinder und denkt :” das macht denen sicher Spaß” und entdeckt in sich auch den Wunsch ” Hey ich bin dabei.”
Und so passiert es, daß man mit einem Bier in der Hand sich mit der Familie irgendwo beim Karnevalsumzug mit Familie oder Freunden trifft. Den Flachmann rumgehen lässt. Bonbons sammelt und einfach ein gutes Gefühl hat. Danach in eine polnische Kneipe geht und zu Rex Gildo Foxtrott tanzt. Alles ist Party und dann erkennt man. ” Ja, verdammt nochmal , schenk dieses einzig wirklich gute Fest nicht her“. Kein Heiland stirbt oder wird geboren. Einfach laut sein und durch die Gassen ziehen und seinen Spaß haben. Den hat man ja sonst auch, aber jetzt kann man andere Leute animieren, da mal dabei zu sein. Vielleicht bleibt ja was zurück.
Wenn manche denken, sie sitzen in einer lustigen Runden und hören sich die Büttenrede an. Lass sie machen. Mach Dein Ding un Deine Kumpels. Bade im Springbrunnen, wirf mit Lebensmittel, rasier Dir den Kopf kahl.
Ich kann das jedem empfehlen. Haut mal auf die Kacke und hebt euch das das Nörgeln für Totensonntag oder Karfreitag auf. Nächstes Jahr würde ich gerne in einer dieser Hochburgen meinen Spaß haben. Das lasse ich mir nicht entgehen.

Der Typ auf dem Foto links,  stand zwei Stunden unbeweglich und fotografierte alles und jeden, mehrfach! Etwas seltsam war der uns und polizeiliche Aktivitäten wurden von uns vermutet, so akribisch ging er zu Werke. Aber er hatte keinen Spaß, der Hammel. Ich glaube er musste sich das immer wieder einreden, dass er sich nicht freuen darf.