Es ist selbst nicht mit einem Panoramafoto zu zeigen was das für ein seltsames Gefühl ist vor so einem riesigen Loch zu stehen. Klickt auf das Foto für volle Größe (2000×500).
chaldera blancha
Die Vulkanwanderung
Vom Himmel aus sieht das noch ganz machbar aus. Auch wenn man die Größe des Vulkankrates mit der Größe des Dorfes vergleicht. Wenn man aber darauf zu läuft und der Vulkan wird immer größer und der kleine Vulkankessel schon ein Riese ist, wird es einem ein wenig mulmig, ob die Wanderung dann nicht doch zu heftig wird.
Ich kann auch nicht erklären wie absurd es ist auf dem Vulkanrand zu stehen. Von meiner Teilnehmerin die etwas unter Höhenangst leidet, ganz zu schweigen. Aber auch mir war nicht ganz wohl dabei. Auf beiden Seiten fällt das Gelände enorm ab und keine Bäume (wie auf der ganzen Insel übrigens) bremsen Deinen Sturz. Die Windböen in geschätzter Stärke 5 Bft waren auch nicht hilfreich.
Danke Anne, Du hast wirklich Mut!
(PS:Gerne hätten wir uns in diesem Moment unsere Jungs dazu gewünscht. Der Kleine der motzig sich auf dem Boden rumwirft und der Große der mit offenen Schuhen mit dem Kopf in fernen Sternenwelten umherrennt und Jedi Lord Sprünge versucht. Das wäre so brauchbar gewesen wie Durchfall. )
Die Wanderroute mit einem GPS aufgezeichnet, zeigt dann auch welche Ausdehnung so eine Wanderung annimmt. Die Bodenbeschaffenheit war brutal und wir waren um unser schweres Schuhwerk dankbar. Leider vergaß ich meinen Hut im Auto. Wusstet ihr, daß ich hinterher wie ein betrunkener Engländer aussah?
Zum Glück war es den ganzen Tag sehr bedeckt am Himmel aber da in diesen Breitengraden der Schatten fast komplett unter einem verschwindet und man auf der geographischen Höhe von Marokko unterwegs ist, verbrennt man sich die Haut auch ordentlich im Schatten.
Aber das Gefühl auf einem Kraterrand zu stehen der 1000m Durchmesser hat und auf die andere Kesselseite zu blicken (die dazu nochmal 300m ansteigt) ist so absurd, dass man kichern möchte. In der Mitte des Kraters ist es etwas grün, weil sich das Wasser der Caldera darin sammelt. Von dort kamen Ziegengeräusche und man konnte eine Stecknadelkopf großes etwas erahnen. Auf den Fotos später sah ich das es ca 8 Tiere sind die da drin satt leben.








