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laufen

Fester Pudding

 

Leuchtschuhe

Leuchtschuhe

Nachdem ich enorme Probleme beim Laufen hatte(Für alle Pfälzer, ‘Laufen’ bedeutet bei den anderen Mitmenschen seltsamerweise ‘rennen’.  ’Laufen’ ist nicht ‘laafe’) kaufte ich mir sündhaft teure Sportschuhe. Mit einer Analyse auf dem Laufband usw. Ich war in Ludwigshafen beim Runners Point. Da war ein junger Verkäufer. Ronny hieß der und der hat jede meiner seltsamen Fragen geduldig beantwortet und das er kein Schuhverkäufer sondern mal Sportstudent war, merkte man am Vokabular über Fußgewölbe und Überpronation.  Er nahm sich viel Zeit für mich, sehr viel Zeit. Die Zeit, die ich als völlig Unwissender auch brauchte. Er erklärte mir, daß ich eben nicht zu den Pronierer gehöre, sondern zu den 10% die das Gegenteil machen. Na super. Solch einen Service bei diesem Thema ist jedenfalls Wahnsinn und er hat sich 98% mehr Gedanken über meine Füße und meinen Rücken gemacht als zuletzt beim Knochenarzt. Auch smalltak über Familie und die Welt war sehr auflockernd und ich werde da wohl bei jeder Frage hingehen und wenn er will bekommt er auch die 10 Euro Behandlungsgebühr.

Ich möchte mich hier nochmal ausdrücklich bei Fr. ultra für ihre Ratschläge und bei Frank für die Motivation bedanken.

Anmerkung: Nach dem ersten Lauf kann ich heute einen Tag danach immer noch den Kopf drehen, das war zuvor nicht möglich. Aber irgend etwas klemmt da doch noch. Mir wird der Weg zum Arzt nicht erspart bleiben aber auf die erste Frage “und die Schuhe” kannich mit “ja” beantworten und habe keine Zweifel. Den solche Schuhe mit solchen abgefahrenen Geleinlagen, als würde man in einem festen Pudding laufen der den Fuß umschließt, dämpft und ganz doll lieb hat. Sowas tolles hatte ich zum rennen noch nie an den Füßen. Es war herrlich, eine WOhltat, keine Schmerzen am Knöchel, einfach nur Laufen. Krasser Scheiß, sag ich euch.

Es ist nicht schwer

Gestern wieder laufen gewesen. Der Weg am Neckarufer um 19 Uhr war vor allem dunkel. Stockdunkel. O Grad, Schneeregen.  Etwas warten und das Auge gewöhnt sich daran. Die riesigen Pfützen durch die ich muss sehen auf eine gewisse Art verlockend abenteuerlich aus. “Platsch platsch” Kaltes Wasser in den Schuhen. Einen Zahn zulegen bis es wieder warm wird. Geht doch. Die Pampe der Dreck, all das was das Hochwasser zurück ließ, sehe ich nicht und interessiert mich nicht. Nein, es macht mir Spaß. Die selbe Faszination wie beim Mountain Bike. Der Dreck und immer “vorwärts”.
Das Pulsmessgerät ausgefallen. Na egal, so langsam kenne ich den Rhythmus. Die frisch gepflügte Erde riecht, der Fluß riecht nach Schlick in der Ferne rauscht die A6, die meine Wendemarke symbolisiert. Diesmal wieder keine Pause gebraucht. Geht doch. 4 KM, sind nichts, aber es reicht mir um wieder geerdet zu sein.
Zu Hause in die heiße Dusche und meine schlechte Laune des Tages ist wie weggeflogen. Soll einer mal sagen, das mit dem Sport das mache keinen Sinn.