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Autocorso und Public Viewing
Zuletzt war ich mit meiner kleinen Familie beim Public Viewing. Wir waren bei der Welde Brauerei schon beim Eröffnungsspiel. Ein Bier trinken und Afrika gegen Mexiko war sehr gemütlich. Ein wenig Jubel für Afrika, das gefiel.
Aber Deutschland gegen Ghana, sind wir gegangen bevor das Spiel angefangen hatte.
Als dann da noch ein sehr schwarzes, scheinbar afrikanisches Mädchen mit Deutschlandtrikot durch die Menschenmenge lief und ein paar betrunkene Deutsche Jungmänner schon ganz verstört und aggressiv schauten dachte ich “Ich gehe”. Schwere Maßkrüge und Besoffene (gerads so volljährig) in großer Anzahl und ich mit dem 3 Jährigen, das muss nicht sein. Ich sah schon vor meinem geistigen Auge Führergrüße am Ende des Spiels.
Fr, dorfsiko sagte schon richtig “Vor vier Jahren war das eine tolle Party, aber jetzt ist es nur ein Anlass um sich zu besaufen.” Feiern geht anders. Die badische Jugend trank scheinbar jetzt mal auch echtes Bier, ohne Grapefruit oder Weizenzeugs mit Bananensaft. Das setzte denen schon sehr zu.
Aber Deutschland kann auch feiern! Das sah ich gestern wieder, nach dem Sieg gegen England. “Der Deutsche an sich” feiert meist nur mit sich selbst. Ich erinnere mich, als Italien Weltmeister wurde, da wohnte ich noch in einem Viertel mit hohem Ausländeranteil. Es gab Pizza und Wein umsonst. Die Ragazzi und ihre Eltern tanzten bis um um 2. Da durfte jeder mitfeiern.
Aber deutsches Feiern geht so: Ins Auto steigen. Hupen. Nochmal Hupen. Fähnchen ans Fenster, Fenster zu, auch wegen Klimaanlage und damit keiner ins Auto fasst oder gar jemand mit der Spritzpistole Wasser ins(!) Auto schießt. Hupen. Der schwarze, geheimnisvolle Partygolf mit seinem Insassen fuhr hupend an mir vorbei während ich gerade in der Eisdiele saß. Er fuhr drei Minuten wieder aufder Hauptstraße zurück. Sitzend, feiern per Knopfdruck! Welch hohe Partykultur! Es war eine ambulante, hedonistische Vollversion einer Fanmeile. Es fuhren sogar noch ein Mercedes und ein Opel (klar) laut hupend vorbei, aber sie fanden nie zusammen. Deutsche Autos und deutsche Party, so gehört sich das. Morgen auf Arbeit werden sie erzählen ” Hey, isch hab Party gemacht ohne Ende”
POETS Day
Endlich mal wieder ausgehen. Kinderfrei, Juhu.
Da ging es erst mal etwas essen. Sven schwärmte schon öfter mal vom Koeri in Mannheim. Eine besondere Currywurstbude. Klein aber fein und eine Schärfegradskala, bei der man in den oberen Bereichen eine Unterschrift leisten und volljährig sein muss! Ich versuchte mich mit Schärfe 3 (das Feuerzeug) und muss sagen, dass war schon ordentlich! Einmal kurz Schluckauf, evtl. ginge noch 4. Aber ich definiere Currywurst nicht als eine Speiße die scharf sein muss. Chilli ok, aber Currywurst? Die Pommes dazu waren richtig gut aus ganzen Kartoffeln und nicht aus Kartoffelbrei rekombiniert (siehe Burger King). Zu den Pommes gibt es auch eine Sauce nach Wahl, welche gegen die Schärfe zu empfehlen ist. Neben dem dürren ( global anerkannten) Becks Bier gab es auch Heineken was nicht ganz so sauer schmeckt. Alles im Preis inbegriffen. Also über den “Schimanskiteller” für 6,90 € kann man nicht motzen.
So gestärkt gingen wir weiter um ein Kaffee zu finden. leider ist im und um den Bahnhof alles geschlossen (um 22 Uhr!), also gingen wir zum Iren in Murphy’s Law (kein Link wegen Virenwarnung!) . Aus dem Kaffee wurde ein Guinness, aber das ist ja ziemlich ähnlich. Beim ersten großen Schluck ein wenig Fernweh und Erinnerungen an Irland. Eine kleine Melancholie am Abend,bis der junge Mann bewusstlos und kotzend von der Bank stürzte. Hier weiterlesen →



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