Im Süden hat man das einfach raus mit Freunde und Familie. Man geht Sonntags in den Park, in die Natur, ans Meer, irgendwo hin und zur Not sah ich es auch schon auf dem Standstreifen einer Landstraße. Breitet eine Decke oder Tischtuch aus und packt die leckersten Gerichte aus, die man sich vorstellen kann. Der ganze Park bei Bom Jesus roch nach all den tollen Sachen die man in Portugal so bekommen kann. Gegrillte Sardinen, scharfes Hühnchen, Salate in allen Farben, Kaffee und diese feinen Vanillekuchen, Limettentorte und Obst was der Wochenmarkt oder Garten so hergibt.
Man sitzt zusammen, isst, trinkt redet im Schatten alter Bäume, anstatt sich der Hitze auszusetzen. Man grüßt den Nachbartisch und prostet sich mit einem Gläschen zu, die Kinder spielen und wer Glück hat, kann auch hören wie ein Liedchen angestimmt wird. Die Grillen zirpen in der Sonne und der Duft von Kräutern und wilden Blumen geben ihnen Recht.
Ach..geliebtes Portugal. Ihr seid ja so arm. Ihr habt pro Kopf nur 0,7 Farbfernsehgeräte und nur jeder zweite ein Auto. Ihr müsst da draußen sitzen während wir an solchen Tagen “Barbara Salesch” schauen oder “Deutschland sucht den Superstar”. Da könnt ihr mal sehen welchen Reichtum wir haben. Wir müssen nicht auf Decken auf Wiesen herumliegen und Bücher lesen oder mit Menschen reden und ein Liedchen zusammen singen.
PS: Habe ich schon erzählt das am Sonntag wieder eine tolle Wanderung bevor steht?





